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Die konventionelle Ehe und Familie kennt keine Heiratsstrafe

Die gemeinsame Besteuerung der Eheleute beruht auf dem Grundsatz, dass zusammenlebende Ehepaare eine Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft bilden und daher als steuerliche Einheit zu verstehen sind. Das Schlagwort der steuerlichen Heiratsstrafe trifft im Kanton Zürich nicht auf alle Formen der Ehe zu. Insbesondere die konventionelle Ehe und Familie mit der klassischen Rollenteilung (der Ehemann macht Karriere und die Ehefrau kümmert sich um die Kinder) kennt keine Heiratsstrafe.

Ist die Ausbildung der Kinder abgeschlossen und kümmert sich die Ehefrau um diakonische oder soziale Aufgaben, zahlen Verheiratete sogar weniger Steuern als im Konkubinat lebende Personen. Dafür ausschlaggebend ist der Verheiratetentarif und gegebenenfalls der Sonderabzug bei Erwerbstätigkeit beider Ehegatten, sofern die Ehefrau über ein geringes Nebeneinkommen verfügt. Die EDU-Fraktion lehnt deshalb sowohl eine Individualbesteuerung wie auch das Steuersplitting, über das kürzlich im Kantonsrat entschieden wurde, ab. Denn diese Instrumente verfolgen nicht die Entlastung der Verheirateten, sondern die Gleichstellung aller Lebensformen. Die EDU will sich jedoch weiterhin für die konventionelle Ehe und Familie stark machen.

Heinz Kyburz, Vizepräsident EDU Kanton Zürich

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