Einheitliche Zulassungsbedingungen an die PHZH
An den Beratungen über die Pädagogische Hochschule vor bald zehn Jahren war die Motionärin Karin Mäder noch nicht im Rat. Ich aber kann mich noch gut an die emotional beführte Debatte über eben diesen Antrag erinnern.
Viele gute Gründe sprechen dafür, dass man auch Absolventinnen von
Diplommittelschulen bzw. neu Fachmittelschulen zur
Kindergärtnerinnenausbildung zulassen will. Einerseits wird dort eine
qualitativ hochstehende Bildung – auch eine gute Allgemeinbildung –
vermittelt.
Zweitens
reift zuweilen der Entschluss über den zukünftigen Beruf nicht schon in
der zweiten oder dritten Sek, sondern eben erst später. Es wäre schade,
wenn man, motivierten und talentierten Jugendlichen den Weg verbauen
wollte.
Gerade auf der Kindergartenstufe sind die sogenannten weichen Faktoren – Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen, Kinderliebe, Geduld (um nur einige zu nennen) – wichtiger als das reine Fachwissen. Ausserdem wird ja auch heute vorausgesetzt, dass allenfalls bestehende relevante Lücken vor dem Eintritt in die PHZh gestopft werden müssen, was bisher sehr gut funktioniert hat.
Auch macht es keinen Sinn, wenn der Kanton Zürich über die Anforderungen der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz hinausgehen würde. Einmal mehr würden wir uns damit nicht gerade beliebt(er) machen.
Ich ersuche Sie also
namens der EDU, diese Motion abzulehnen, damit vielen geeigneten jungen
Frauen und ev. auch Männern der Zugang zu dieser wichtigen Schulstufe
nicht verwehrt wird und kein wertvolles Potenzial verloren geht.
Zürich, 8.6.09 Stefan Dollenmeier
Motion abgelehnt mit 83* : 77
* EDU, SVP, EVP, GLP, CVP


