Sexualpädagogik an der Volksschule
Sexualaufklärung ist primär Sache der Eltern. Sie gehört mit zu den spannendsten Themen, die Eltern mit ihren Kindern besprechen können. Offene, aufmerksame Eltern wissen um den Entwicklungsstand ihrer Kinder. Dann, wenn das Kind Fragen bewegt, ist der richtige Zeitpunkt für ein Gespräch unter vier Augen gekommen.
Rede im Kantonsrat
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Es ist mir bewusst, dass dies der Idealfall ist. Was geschieht mit Kindern, wo ein solch offenes Gespräch über die intimsten Fragen nicht möglich ist? Dort muss selbstverständlich die Schule einspringen, aber bitte feinfühlig, seriös und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl! Diese Bedingungen kann aber eine aussenstehende Gruppe aus Fachleuten nicht erfüllen. Hier fehlt der persönliche Bezug, das gegenseitige, wertschätzende Vertrauen.
Klassenlehrer statt «Fachleute»
Diese Aufgabe kann nur der Klassenlehrer übernehmen. Dieser merkt genau, wann dieses Thema aktuell ist. Er kennt seine Schülerinnen und Schüler am besten, weiss, wer spontan oder eher scheu ist, ahnt, wer sexuell eher locker und freizügig denkt oder wer eine gesunde Zurückhaltung hat und lebt. – Ich kenne viele Lehrpersonen, die diese heikle Aufgabe mit Bravour anpacken!
Ausserdem melden wir an dieser Stelle auch unsere Vorbehalte an die (in Anführungsstrichen) „Fachpersonen“ an. Einerseits propagieren sie die sogenannte „freie Liebe“, ohne die psychischen Nachteile eines häufigen Partnerwechsels zu thematisieren. Es reicht bei weitem nicht, wenn man nur auf Empfängnisverhütung und Aidsprävention hinweist. Eine rein naturwissenschaftliche Information im „Bravo-Stil“ ist nicht das, was unsere Jugendlichen brauchen. Die tiefen psychischen Bindungen eines Sexualverhältnisses, aber auch traumatische Verletzungen, welche eine zerbrochene Beziehung verursachen, müssen ebenfalls thematisiert werden.
Unnatürlich und risikoreich
Nun muss ich Ihnen noch etwas sagen, was Sie vielleicht nicht gerne hören, aber bitte doch zur Kenntnis nehmen mögen:
Noch nachteiliger wirkt sich aus, wenn Vertreterinnen und Vertreter von Lesben- und Schwulenorganisationen beigezogen werden, die ihren Lebensstil als das Natürlichste der Welt darstellen. Wer etwas von Biologie und Anatomie versteht, weiss, dass dies eine unnatürliche Form von Sex ist.
Die Auswirkungen solcher Sexualpraktiken sind allgemein bekannt: höhere Rate von Geschlechtskrankheiten inkl. Aids, Depressionen, Suizidrisiko, geringere Lebenserwartung sind nur einige Stichworte. Das BAG und sämtliche Sexualaufklärer müssen endlich die wiksamste Prävention propagieren: Treue in einer von Vertrauen geprägten Atmosphäre in einer festen Partnerschaft! Dies würde auch die Familie wieder stärken als Keimzelle für eine gesündere Gesellschaft.
Wir lehnen das Postulat ab
Kurz und gut: Die EDU beantragt, das Postulat nicht an die Regierung zu überweisen, und freut sich über alle, die dasselbe tun! Ich danke Ihnen!


