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Kanton Zürich Text-Bild

EDU Magazin

EDUZH-Standpunkt 7/8 2017

Oberlandautobahn – Aorta für das Zürcher Oberland

 

Die Rede in schriftlicher Form

Keine Besserstellung von Sozialhilfebezügern gegenüber Arbeitenden

Erotikmesse – Nein danke!

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Staatliche Kinderbetreuung ist systemwidrig

Kanton und Gemeinden sollen die familienexterne Betreuung der Kinder vom Säuglingsalter bis zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit mit einem breiten Angebot gewährleisten und subventionieren. Das verlangt eine Volksinitiative, über die wir im Kanton Zürich am 13. Juni 2010 abstimmen. Der Gegenvorschlag des Kantonsrates geht nicht ganz so weit. Er verlangt aber von den Gemeinden neu, die bestehenden Angebote auf Kinder im Vorschulalter auszudehnen. Die EDU-Delegierten lehnen beide Gesetzesvorschläge einstimmig ab, weil Kinderbetreuung keine Staatsaufgabe sondern Elternaufgabe ist. Mit diesem Übergriff in den familiären Verantwortungsbereich bemächtigen sich die linken staatsgläubigen Kräfte der elterlichen Souveränität und Verantwortung. Das ist systemwidrig, führt zu höheren Sozialkosten, höheren Steuern und schadet der Volkswirtschaft.

Die Parolen im Überblick

Der Ist-Zustand

Gemäss Volksschulgesetz von 2005 sind die Schulgemeinden verpflichtet, für familienergänzende und schulergänzende Tagesstrukturen zu sorgen, sofern ein entsprechender Bedarf besteht. Dabei geht es um Angebote für Kinder im Schulalter.

Mit der vorliegenden Volksinitiative und dem Gegenvorschlag müssen nun auch zwingend Angebote für die Kinder im Vorschulalter geschaffen werden. Man will dies als öffentliche Aufgabe gesetzlich verankern.

2008 bestanden bereits in 120 der 171 Zürcher Gemeinden Betreuungsangebote für Vorschulkinder. 51, meist kleinere, ländliche Gemeinden wiesen keine aus. Mehr als die Hälfte der im Kanton vorhandenen Betreuungsplätze wurde in der Stadt Zürich angeboten, nämlich gut 5100 von insgesamt 9500 Plätzen. Hier werden 45 Prozent der Kinder unter fünf Jahren in Krippen betreut. In den übrigen Gemeinden sind es nur 17 Prozent.

Selbstverantwortliche Kinderbetreuung

Konservative Kräfte, zu denen auch die EDU gehört, sind der Meinung, dass die Kinderbetreuung primär Aufgabe der Eltern ist, weil sie konstante und emotional wertvolle Beziehungen in der Familie schafft. Die meisten Eltern betreuen deshalb auch ihre Kinder selber. Soweit dies nicht möglich ist, sollen Verwandte (z.B. Grosseltern), oder andere geeignete Personen involviert werden.

Verdoppelung der Subventionen?

Wer den Ausbau der familienergänzenden Strukturen will, spricht von Chancengleichheit für beide Eheleute, auch von volkswirtschaftlichem Nutzen durch die Doppelverdiener. Er nimmt die Erhöhung der Sozialkosten der Gemeinden grosszügig in Kauf. Im Jahr 2008 wurden von den Gemeinden Subventionen von insgesamt 53,4 Mio. Franken für die familienergänzende Betreuung bezahlt. Würden weitere rund 8000 bis 9000 Plätze geschaffen, für die aufgrund einer Schätzung eine Nachfrage bestehen soll, führte dies zu einer Verdoppelung der Subventionen auf rund 100 Mio. Franken.

Familien zerbröseln

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Krippenplätze ist umstritten. Wo sich Alleinerziehende in einer Notlage befinden, bin ich dankbar für ausreichende Krippen. Wo jedoch der gesellschaftliche Wandel dazu führt, dass Eltern Krippenplätze dazu nutzen, sich beruflich zu etablieren, doppelte Einkünfte zu erzielen und kaum mehr Zeit und Zuwendung für ihre Kinder aufbringen, wird sich die Gesellschaft zersetzen.

Krippenplätze nicht subventionieren

Ich spreche nicht von Müttern, die nach ihrer Ausbildung mit einem Bein im Berufsleben bleiben wollen und sich nach einer gewissen Zeit der Mutterschaft dafür entscheiden, wieder einen oder zwei Tage pro Woche berufstätig zu werden. Hier wäre es aber wünschenswert, wenn im Rahmen der Verwandtschaft Betreuungsregelungen möglich wären. Unter Umständen könnte ich mir sogar einen Krippenplatz vorstellen. Doch ist es für mich klar, dass die Krippenplatzvollkosten (in der Stadt Zürich 117 Franken pro Tag) aus dem zusätzlichen Verdienst zu tragen sind und nicht subventioniert werden sollen.

Staatliche Kinderbetreuung immer teurer

Die neueren Familienmodelle der letzten Jahre und Jahrzehnte haben in gesellschaftlicher Hinsicht wenig Nutzen gebracht. Sie brachten mehr Stress, immer höhere Scheidungsraten, immer mehr Sonderschulmassnahmen für Kinder, mehr psychische Krankheiten und Suchterkrankungen und, wenn man alles rechnet, volkswirtschaftlich höhere Kosten.

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