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Streetparade: Tanz um das Goldene Kalb

Die Street Parade stand dieses Jahr unter dem biblischen Motto «Love never ends» (1. Korinther 13,8). Sie versteht sich als eine «Tanzdemonstration für Liebe, Frieden, Freiheit und Toleranz». So, wie das Volk Gottes zu biblischen Zeiten um das Goldene Kalb tanzte, wird seit Jahren um die Love-Mobiles getanzt.

Gegen Tanz als Ausdruck von Freude ist nichts einzuwenden. Problematisch ist, dass der Tanz um die Love-Mobiles zum Götzenkult geworden ist. Denn die Liebe ist untrennbar mit Gott verbunden und erweist sich in unseren Beziehungen gegenüber Gott und gegenüber unseren Mitmenschen und eben nicht im Tanz um das Goldene Kalb.

Die Destabilisierung des Staates als Programm

Die Veranstalter der Street Parade schreiben auf ihrer Website, «es sei für sie ein grosses Geschenk, dass die Liebe niemals ende und sie so auch ihre persönliche Freiheit möglichst ohne Konventionen und Zwänge leben können» und weiter, «dass die Städte eines Tages von der Natur und der Tierwelt zurückerobert werden». Man beachte: Die Abschaffung von Konventionen und Zwängen zur Förderung der individuellen persönlichen Freiheit und die Abschaffung der Herrschaft des Menschen gehören zum politischen Programm von Anarchisten und tragen nicht zur Entwicklung, sondern zur Destabilisierung eines Staates bei. Sie gefährdet vielmehr Frieden, Freiheit und Toleranz, als sie zu fördern.

Kommerz und Party ohne Rücksichtnahme

Die wummernden Bässe der Tanzwütigen und die Welle von Uringestank und Abfall, die sie hinterliessen, haben wenig mit höheren Zielsetzungen und viel mit Kommerz und Party mit all ihren bedenklichen Begleiterscheinungen wie Abfallbergen, Kriminalität usw. zu tun. Es ist bedenklich, dass die Regierungen der Stadt und des Kantons Zürich jährlich diese Auswüchse für einen Anlass, der mehrheitlich von Personen aus anderen Kantonen und dem Ausland besucht wird, einfach hinnehmen. Die Zürichsee-Zeitung fragt in ihrer Berichterstattung: «Wer gibt dieser Flut Gegensteuer?» - Ich bin überzeugt, Gegensteuer wird gegeben, wenn sich unsere Gesellschaft vom Tanz um das Goldene Kalb verabschiedet.

Heinz Kyburz, Vizepräsident EDU Kanton Zürich, Männedorf

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