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Zürcher Verrichtungsboxen werden in Betrieb genommen

Sie heissen «Verrichtungsboxen»! Dies ist offensichtlich kein Begriff, den sich Zürich-Tourismus ausgedacht hat. Das ist gut. Denn der Markt soll ja nicht weiter angekurbelt werden, sondern zusammenbrechen. Ähnlich wie die Schliessung des Platzspitzes dem weltbekannten «Needlepark» ein Ende bereitete, soll mit der Verlagerung des Prostitutionsgewerbes nach Zürich-Altstetten dem offenen Zürcher Sex-Markt der Kampf angesagt werden. Aber werden die Prostituierten und die Freier nach Zürich-Altstetten gehen oder, wie die Drogensüchtigen damals, sich ihren Bahnhof Letten suchen?
Zürcher Verrichtungsboxen werden in Betrieb genommen

Verrichtungsboxen in Zürich-Altstetten, August 2013

Fraktionserklärung der EDU zu den Sexboxen in Zürich-Altstetten von Mo, 26. August 20113
Von Heinz Kyburz, Fraktionspräsident

Mit dem Wort Verrichtungsboxen wird deutlich ausgedrückt, wie wenig die Prostitution mit Beziehung und Liebe zu tun hat und wie würdelos das Verhalten von Prostituierten und Freiern ist. Und schliesslich auch, dass sich die Prostitution mit der «Würde des Menschen» nicht vereinbaren lässt.

Gemäss BV 7 «ist die Würde des Menschen zu achten und zu schützen». Tut dies nun unsere Stadt Zürich? Eigentlich nicht, weil sie die Prostitution in einem zwar weniger attraktiven jedoch sicheren Rahmen weiter gewähren lässt und sie gar steuert. Andererseits doch, weil sie der Prostitution die Faszination nimmt, welche Frauenstriche in der Phantasie einiger Männer haben, und Prostitution zu dem macht, was es ist, nämlich eine Notdurft, die scheinbar nicht anders befriedigt werden kann.

Man spricht vom «ältesten Gewerbe», wie wenn sich unsere Gesellschaft nicht weiterentwickelt hätte. Die Sklaverei ist doch auch abgeschafft worden, und nun wird sie über den Frauenhandel wieder eingeführt.

Liebe Stadt Zürich: Wir rechnen damit, dass die Sexboxen in Zürich-Altstetten wieder geschlossen werden. Und spätestens dann wird sich zeigen, dass nur ein rigoroses Verbot der Strassenprostitution die Stadt Zürich weiterbringt, wie es sich damals mit der offenen Drogenszene zeigte.

Aber dann geht es noch weiter. Weil unsere Gesellschaft irgendwann verstehen wird, dass sowohl Prostituierte wie Freier eine Seele haben, die nach Achtung und Liebe schreit.

Erst dann, wenn sich unsere Gesellschaft und auch die Medien nicht mehr sensationsgierig über den Standort von Sexangeboten unterhalten, sondern sich wirklich um die Not dieser Menschen kümmern und ihnen auch nachhaltige Hilfe zum Ausstieg geben, kann es eine nachhaltige Veränderung geben. Dabei gäbe es einen einfachen ersten Schritt, den wir seit 2000 Jahren kennen: Jesus sagte zu Menschen in solchen Situationen: «Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr.»

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