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Stefan Dollenmeier
Stefan Dollenmeier
Persönliche Webseite

Gleichgewichtung von Evolutionstheorie und Schöpfungslehre im Unterricht

Mit einem Postulat stiess die EDU-Fraktion die Diskussion über die Fragwürdigkeit der Evolutionstheorie an. Wir forderten den Regierungsrat auf, sich beim Bildungsrat dafür einzusetzen, dass an der Volksschule im Fachbereich Mensch und Umwelt Intelligent Design bzw. Schöpfungslehre gleichwertig neben der Urknall- und Evolutionstheorie unterrichtet wird.

«Die Entstehung des Universums durch die Urknalltheorie ist weder wissenschaftlich beweisbar noch wahrscheinlich, stellen sich doch viele ungeklärte, wesentliche Fragen (z.B. woher stammt die Materie, was war vor dem Urknall, was löste diesen aus?).

Bei der Evolutionstheorie ist insbesondere die Entstehung des Lebens sowie die Makroevolution umstritten, weil für beides sowohl der Beweis als auch der Nachvollzug durch wissenschaftliche Experimente unmöglich ist.

Die Schöpfungslehre weist auch Fragezeichen auf; die Existenz Gottes ist nicht erklärbar. Alles andere hingegen ergibt sich auf logische und nachvollziehbare Weise, sobald die Existenz dieser planenden, höheren Intelligenz anerkannt wird.

Laut Volksschulgesetz erzieht die Volksschule zu einem Verhalten, das sich an christlichen Wertvorstellungen orientiert. Dazu gehört auch die Vermittlung der Schöpfungslehre. Mit diesem Modell kann der Wert des menschlichen Lebens definiert werden.

Für die Sinnfrage der Jugendlichen nach dem Woher und Wohin, nach dem Sinn und Zweck des Lebens ist es unabdingbar, ihnen beide Modelle aufzuzeigen und sie ohne Beeinflussung selber entscheiden zu lassen, was ihnen wahrscheinlicher erscheint. Dafür müssen sie aber beide gleich gut kennen…»

Die Regierung lehnte die Entgegennahme dieses Postulats ab, weswegen es im Rat zur Diskussion kam. Lesen Sie hier einen Auszug aus unserer Argumentation:

«Gott kann man nicht beweisen, sagen die Gegner der Schöpfungslehre. Das stimmt. Gott kann man nicht beweisen, aber er beweist sich täglich selber. Die Urknalltheorie und die Evolutionslehre kann man nicht beweisen. Auch das stimmt, nur geben das sogar deren Verfechter zu.

Weil beide Erklärungsversuche, wie die Welt, das Leben und wir entstanden sind, nicht beweisbar sind, ist es nichts als logisch und fair, den Schulkindern beide Varianten gleichberechtigt vorzulegen. Dies ist vereinfacht dargestellt der Inhalt des vorliegenden Postulats.»

Nach einem Exkurs über die Unwahrscheinlichkeit der Urknall- und Evolutionstheorie (nachzulesen auf der Homepage der EDU des Kantons, www.edu-zh.ch) und einigen Zitaten rief ich den Rat auf:

Transparenz statt Manipulation

«Wenn also die Lehre der Entstehung der Welt und des Lebens mit so vielen Unwahrscheinlichkeiten behaftet ist, dürfte sie nicht mehr als bewiesene Tatsache unterrichtet werden. Wir sind der aufgeklärten Jugend aufrichtige, transparente Informationen über die verschiedenen Erklärungsversuche schuldig und nicht Manipulation in fast religiösem Eifer gegen die Schöpfungslehre.»

Und nach gewalteter Diskussion:

«Sie haben also das Argument der Regierung übernommen, dass die Schöpfungslehre die Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie das Gebot der konfessionellen und weltanschaulichen Neutralität der öffentlichen Schule verletzen würde. Mit derselben Begründung müssten Sie ehrlicherweise auch die Urknall- und Evolutionslehre ablehnen. Denn in der penetranten Art, wie diese unbewiesene Lehre heute immer noch als Tatsache vermittelt wird, widerspricht gerade sie der Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie dem Gebot der weltanschaulichen Neutralität der öffentlichen Schule und verletzt viele Kinder und Jugendliche in ihrer seelischen und religiösen Integrität…

Und zum Schluss noch dies: Wir haben im Postulat die Meinungsumfrage von 2007 angeführt. 75 Prozent der Befragten befürworteten, dass die Evolutions- und die Schöpfungslehre gleichberechtigt zu unterrichten seien. Als Volksvertreter wären Sie also heute in der Pflicht, den Volkswillen bei Ihrer Entscheidung zu berücksichtigen und das Postulat zu überweisen.»

Erwartungsgemäss lehnte der Rat das Postulat deutlich mit 134 zu 13 Stimmen ab

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