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Kirche

Beschluss des KR über die Genehmigung der Jahresberichte 2009 der Evangelisch-reformierten Landeskirche, der Römisch-katholischen Körperschaft und der Christkatholischen Kirchgemeinde sowie über die Kenntnisnahme der Jahresberichte 2009 der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich und der Jüdischen Liberalen Gemeinde

 

Nach dem Lob der letzten Jahre und der nach wie vor grossen Hochachtung für die durch die christlichen und jüdischen Institutionen geleistete Arbeit sieht sich die EDU heute veranlasst, einige kritische Ausführungen, insbesondere an die Adresse der Evangelisch-reformierten Landeskirche und der Römisch-katholischen Körperschaft zu richten und einige Kurskorrekturen zu fordern.

 

Zuerst zu den Kirchenaustritten. Sowohl die reformierte wie auch die katholische Kirche verzeichnete im vergangen Jahr markante Austritte. Bei der katholischen Kirche nahmen die Austritte gegenüber dem Vorjahr um 52 % und bei der reformierten Kirche gar um 66 % zu. Über 7000 Personen haben die beiden Kirchen verlassen. Wir nehmen an, dass dies ein negativer Rekord ist, der noch nie erreicht worden ist.

 

Währenddem die katholische Kirche wohl mit dem durch die Medien schlecht gemachten Image zu kämpfen hat, müssen die Gründe bei der evangelischen Kirche an einem anderen Ort gesucht werden. Fehlt es dieser Kirche vielleicht an Profil und Glaubwürdigkeit? Beim Versuch, es allen recht machen zu wollen, wird die Kirche niemandem mehr gerecht.

Die links-liberale kirchliche Ausrichtung, welche sich gegen die rechts-konservativen Kreise stellt, grenzt viele gläubige Christen aus. Das darf nicht sein.

 

Währenddem für Europride und andere Homo-Partys, die keine Nachhaltigkeit kennen, Kirchen bereit gestellt werden, fand sich vor kurzem in der Stadt Zürich keine Kirche, welche dem Aktionskomitee „Marsch für s’Läbe“ ein Lokal zur Verfügung gestellt hätte. Wo ist die Kirche, wenn es um den Schutz des ungeborenen Kindes geht? Nirgends. Im Gegenteil. Der kirchliche Sektenbeauftragte Georg Schmid ging unter verwerflicher Mithilfe der Medien gar soweit, christliche Institutionen, die sich für den Schutz des ungeborenen Kindes einsetzten, abschätzig als „fundamental ausgerichtete Organisationen am Rand der freikirchlichen Szene, die teils Bewegungen mit sektenhaften Zügen seien“, zu bezeichnen. Die Kirche sollte sich bewusst sein, dass sie mit solchen Repräsentanten ein schlechtes Licht auf sich selber und nicht auf die anderen wirft.

 

Auch in der Minarettabstimmung und Islamfrage konnten die christlichen Kirchen keine Lorbeeren ernten, obschon sie sich seit dem Jahre 2004 am Interreligiösen Runden Tisch, einer strategischen Diskussionsplattform, mit Vertretern der jüdischen und islamischen Gemeinden sowie auch den Buddhisten treffen. Vielleicht sind die Kirchen auch in dieser Frage zu tolerant und zu blauäugig, oder es fehlt ihnen ein gesundes Mass an Selbstbewusstsein, um für ihre eigenen Werte einzustehen. Kirchen und Gemeinschaften, die dem Mainstream folgend, ihren Glauben und ihre Überzeugungen immer wieder ihrem Umfeld anpassen, müssen sich nicht wundern, wenn sie mit dem Wechsel des Mainstreams auch ihre Relevanz verlieren werden.  

 

Die Basis aller heute anwesenden fünf Institutionen ist der Gott der Bibel. Von christlichen und jüdischen Kirchen und Gemeinden wird erwartet, dass sie vor allem diesen Gott verkündigen und nicht Politik machen. Denn dafür ist z.B. dieser Kantonsrat zuständig. Andererseits fehlt es dem Kantonsrat, wie eine kürzliche Abstimmung zeigte, auch an geistlicher Kompetenz, und zwar deshalb, weil die Kirchen die Verkündigung vernachlässigen. Interessant wäre z.B., wenn die Kirchen den Kantonsräten erklären könnten, weshalb unser Schöpfer, an den viele glauben, Schöpfer heisst und das von ihm Geschaffene als Schöpfung bezeichnet wird!

 

Die EDU dankt Ihnen für die Aufmerksamkeit und beantragt Ihnen, die vorliegenden Jahresberichte gemäss Antrag des Regierungsrates zu genehmigen bzw. zur Kenntnis zu nehmen.

 

 

Männedorf, 12.10.2010                                   Heinz Kyburz

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