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Schutz des Walds

Gemeinsame Medienmitteilung der Parteien BDP, CVP, EDU, EVP, FDP, GLP, SVP
Schutz des Walds

Hardwald (Google Maps)

Die zur Abstimmung anstehende Waldinitiative ist eine Mogelpackung. Es geht nicht um den Schutz des Waldes, was gar nicht auf Gemeindestufe zu regeln ist. Sondern einzig darum, ob im Näniker Hardwald Kiesabbau möglich sein soll, oder nicht. Darüber kann das Stimmvolk jedoch so oder so bestimmen, da der Abbauvertrag an der Urne genehmigt werden muss. Diesen Umstand unterschlagen die Initianten seit der Unterschriftensammlung konsequent.


Für das eigentliche Ziel, die Verhinderung des Kiesabbaus, geht die Initiative aber viel zu weit, denn Sie bezieht sich nicht nur auf die betroffenen städtischen Waldparzellen, sondern integral auf den gesamten Ustermer Wald, der zu über 70% in Privatbesitz ist. Eine konsequente Umsetzung der Initiative ist daher unverhältnismässiger Eingriff in das Privateigentum.


Entgegen den Behauptungen der Initianten lässt das Bundesgesetz über den Wald Rodungen für die Gewinnung von Rohstoffen zu. Das macht auch aus ökologischer Sicht Sinn. Insbesondere für den Abbau von Kies als wichtigen Baustoff. Nahe Abbaugebiete verhindern lange Anfahrtswege und somit umweltbelastende Lastwagenkilometer. Zudem schafft der Abbau auch Raum für unbelastetes Aushubmaterial von Bauvorhaben in der Region, welche sonst auch weit abgeführt werden müssten. Der Kanton Zürich exportiert jährlich rund 1 Mio Tonnen Material, mit den entsprechenden Umwelt- und Kostenfolgen.


Die lokalen ökologischen Folgen sind zudem in der Endabrechnung positiv. Zwar wird zwischenzeitlich einen Teil des Näniker Hardwald nicht mehr als Erholungsraum zur Verfügung stehen, doch entsteht dank der laufenden Renaturierung rasch ein ökologischer Mehrwert für Mensch, Tier und Natur gegenüber dem heutigen Zustand. Die von den Initianten vorgebrachten 80 Jahre sind ein unhaltbares Schreckgespengst.


Im Gemeinderat lehnten die Parteien die Initiative grossmehrheitlich und klar mit 28:6 Stimmen ab, zusammenfassend aus folgenden Gründen:

    1. Der Wald als Gut ist bereits auf Bundesstufe ausreichend geschützt – der Waldbestand in der Schweiz nimmt jährlich um das 200fache der vom Kiesabbau betroffenen Fläche zu.
    2. Die Initiative ist unnötig, da das Thema Kiesabbau im Näniker Hardwald ein Urnengeschäft sein wird.
    3. Die Initiative führt zu längeren Lastwagenfahrten und damit zu einer schlechteren Ökobilanz.
    4. Die Initiative verhindert eine ökologische Aufwertung des heutigen Zustandes.

 

BDP – Thomas Altenburger, Präsident
CVP – Hans-Peter Hüsler, Präsident
EDU – Silvio Foiera, Präsident
EVP – Philipp Widmer, Präsident
FDP – Marc Thalmann, Präsident
GLP – Beatrice Caviezel, Co-Präsidentin
SVP – Anita Borer, Präsidentin

abgelegt unter:

EDU Stadt Uster
c/o Silvio Foiera
Zeltweg 33
8610 Uster

stadt-uster@edu-zh.ch

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