Parteien-Tag in der Sekundarschule Rüti ZH
Auch in diesem Jahr fand an der Oberstufe der Schule Rüti ZH wieder der bewährte «Parteientag» statt. Die örtlichen Parteien erhielten die Möglichkeit, sich mit je ein bis zwei Vertretern den Schülern der dritten Klassen vorzustellen.
John Tschritter, Rüti ZH Kassier EDU Rüti -Dürnten
Dieses Format ist in seiner Art nahezu einzigartig – und für uns eine wertvolle Gelegenheit, jungen Menschen politische Positionen aus erster Hand zugänglich zu machen und die EDU sichtbar zu positionieren.
Natürlich ist ein solcher Tag mit spürbarem Aufwand verbunden: Vorbereitung, Präsenz vor Ort und ein ganzer Einsatztag gehören dazu. Hinzu kommt, dass die zur Verfügung stehenden 15 Minuten pro Partei knapp bemessen sind. Umso entscheidender ist eine klare Priorisierung: Wer hier überzeugen will, muss sich auf das Wesentliche konzentrieren und seine Botschaften prägnant auf den Punkt bringen. Und gerade deshalb ist die Ausgangslage fair – jede Partei erhält denselben Zeitrahmen für ihre Präsentation.
Ich habe mich erneut gerne zur Verfügung gestellt und wurde dabei von Jan Leitz unterstützt, dem stellvertretenden Geschäftsführer der EDU Kanton Zürich.
Das Podiumsgespräch stand unter dem Thema «Service citoyen». Es ging dabei nicht nur um Inhalte, sondern auch um Haltung. Das Podium soll für die Jugendlichen ein Vorbild sein: im strukturierten Argumentieren, in der Fähigkeit zuzuhören, im sachlichen, aber ehrlichen Austausch – und im respektvollen Umgang mit Menschen, die eine diametral andere Sicht vertreten. Politische Debatten dürfen engagiert und auch zugespitzt geführt werden. Entscheidend ist jedoch, dass am Ende die Gesprächskultur trägt: Man verlässt die Bühne nicht als Feind, sondern als Gegenüber, das trotz Differenzen den gemeinsamen Boden der demokratischen Fairness wahrt.
Nach dem Mittagessen unterstützten wir Parteivertreter die Klassen bei der Vorbereitung ihres eigenen «Klassenpodiums». Wir lieferten Argumente, halfen beim Strukturieren der Positionen und motivierten die Jugendlichen, ihre Rolle ernst zu nehmen. Anschliessend traten sie selbst als Parteivertreter auf, formulierten ihre Standpunkte in eigenen Worten und versuchten, ihre Mitschüler zu überzeugen. Die abschliessende Abstimmung zeigte jeweils, wie wirkungsvoll das gelungen war – und ob einzelne durch die Debatte ihre persönliche Meinung zur Sachfrage überdacht oder gar verändert hatten.
Den Schlusspunkt bildete eine kurze Feedbackrunde im Kreis der Parteivertreter, der Lehrerschaft und der Schulleitung.
Ich bin überzeugt: Die Möglichkeit, die EDU vor sämtlichen Drittklässlern der Oberstufe zu präsentieren, darf nicht leichtfertig verschenkt werden. Unabhängig davon, wie gross oder medienpräsent eine Partei sonst ist – an diesem Tag zählt nicht Lautstärke oder Bekanntheit, sondern die Klarheit der Argumente. Diese Chance zu nutzen, ist für uns Verpflichtung und Investition zugleich.

