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Staatlich geförderte Kindeswohlgefährdung

In Kindertagesstätten (Kitas) nehmen Übergriffe unter Kindern zu. Umsetzungen der WHO-Standards überfordern und schaden Kindern, statt sie zu schützen. Eltern sollten sich genau über die Konzepte an Kitas informieren, wachsam sein und sich mutig wehren.

Lisa Leisi, Präsidentin EDU Kanton St. Gallen

Blick-Artikel titelte «Räume für Doktorspiele sind in der Schweiz normal». In nach WHO-Standards geführten Kitas gibt es Kuschelecken, in denen sich Kinder unbeaufsichtigt gegenseitig erkunden und ihre Genitalien berühren können. Denn in den WHO-Standards heisst es in der Matrix bei Null- bis Vierjährigen unter dem Punkt «Wissen, Vergnügen und Lust: Vergnügen und Lust, den eigenen Körper zu berühren, frühkindliche Masturbation oder lustvolle Erfahrung körperlicher Nähe als Teil des menschlichen Lebens.» Unter Kompetenzen steht dann: «Die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen ausdrücken, beispielsweise beim ‹Doktorspiel›.»

Akteure dahinter

Das auch in der Schweiz nicht hinterfragte Konzept für Kinder wird gemäss den deutschen Urhebern Stefan Timmermann und Uwe Sielert unter anderem als «auszulebende sexuelle Aktivität für Lebensenergie» verstanden, die stark mache gegen Frustration. In Frankreich wollte die Organisation «Maman Louves» wissen, welche wissenschaftlichen Grundlagen den WHO-Standards zugrunde liegen. Im Jahr 2024 gaben sie dazu eine Studie heraus, die zeigt, dass die sogenannten Experten im Grunde Aktivisten sind und zumeist einem Ableger der «International Parenthood Federation» angehören. Darunter sind Verfechter einer frühkindlichen Sexualerziehung und Befürworter von Pädophilie, die diese als «Beziehungen zwischen den Generationen» verharmlosen und ein hochproblematisches Sexualkonzept vorgeben. Ein Konzept, welches ein Fall für Staatsanwälte und Jugendämter sein müsste.

Warnende Stimmen

Gemäss der Kinder- und Jugendpsychologin Anja Göbeke (Deutschland) wird an allen Ecken und Enden Kindern die Sexualität nahegelegt. Das habe mit freiem Willen nichts mehr zu tun. Gruppendruck komme hinzu. Kinder könnten im Kindergartenalter noch nicht Nein sagen. Das sei eine Überforderung, denn dies zu lernen dauere Jahre und sei selbst bei 15-Jährigen oft noch eine Überforderung.
Der Wissenschaftler, Arzt und Psychologe Prof. Christian Schubert (Universitätsklinik in Innsbruck) erläutert dazu: «Je nach familiärem Hintergrund werden Kinder in Kuschelecken aufeinander losgelassen, die eigene Traumata weitergeben. Und damit werden dann noch Missbrauchsprojekte begründet!» Die Sexualisierung stelle für die kindliche Psyche eine Überforderung dar. Wichtig sei ein gesundes, warmherziges und bindungssicheres Zuhause. Es sei sehr bedenklich, dass sich Erwachsene herausnehmen, über kindliche Sexualität zu urteilen. Kinder seien hochindividuell und hochkomplex…

Folgen der Sexualisierung

Im Dokumentarfilm wird klar, dass Kinder schnell auch zu Tätern werden. Die mit den Kindern immer wieder besprochenen Regeln bringen Kinder geradezu auf die Idee, solche Doktorspiele zu machen und Regeln zu brechen. Eigentlich sind Missbrauchte wie Täter Opfer verfehlter Sexualisierung, die Erwachsene zu verantworten haben. Nach Schubert können sich dabei Scham, Ekel und ein natürliches Immunsystem nicht gut entwickeln. Dem Missbrauch werde Tür und Tor geöffnet – Übergriffe nähmen zu. Dabei wären diese sexualpädagogischen Konzepte gar nicht obligatorisch. Aber mit dem verpflichtenden Gewaltpräventionskonzept führen viele Kitas auch das Sexualpädagogische als Präventionskonzept ein. Ein Konzept, welches seinen Ursprung in Träumen pädophiler Erwachsender hat und trotz Vielfaltswahn hemmungslos durchgezogen wird.