Kampf dem Antisemitismus
in der Stadt Zürich
Hans Näf, Zürich Vorstand EDU Stadt Zürich
In Zürich fanden in den letzten Monaten mehrfach «Silent Walk for Israel»-Märsche statt, um Solidarität zu zeigen und ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Diese bewilligten, stillen Demonstrationen wurden jedoch von unbewilligten Gegendemonstrationen gestört. Dort skandierten Aktivisten antisemitische Parolen wie «From the river to the sea» – ein Aufruf zur Vernichtung Israels – sowie «Zürich zionistenfrei» und «Zionismus raus aus Zürich». Diese Slogans verstossen aus unserer Sicht gegen die Antirassismusstrafnorm und sind ein Angriff auf das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt. Wir waren erschüttert, dass Hassparolen auf offener Strasse toleriert wurden. Wir waren fassungslos.
Daraufhin hat die EDU Stadt Zürich eine Petition an den Zürcher Gemeinderat verfasst. Darin fordert sie die Stadt auf, sich öffentlich und unmissverständlich gegen solche Hassparolen zu positionieren, wie es der Bürgermeister von New York tat. Während sich Zürich für verletzte Kinder aus Gaza engagierte, blieb die Stadt stumm, als mitten in Zürich zu Hass gegen jüdische Menschen aufgerufen wurde. Wir erinnern daran, dass die Geschichte lehrt, wohin Wegschauen führt: Das Massaker vom 7. Oktober 2023 in Israel und der Terroranschlag in Sydney im Dezember 2025 wurzeln in der Duldung von Judenhass und Gewaltaufrufen. Wir wollen Sicherheit und Respekt für alle.
Unsere Petition verlangt, dass bewilligte Demonstrationen wie der Silent Walk geschützt werden und dass unbewilligte Störer ferngehalten werden, etwa mit Rayonverboten. Wir fordern eine klare Ansage von der Politik: Terror Chants und Aufrufe zur Vernichtung Israels haben in Zürich keinen Platz. Die Einreichung der Petition ist ein starkes Signal der Zivilgesellschaft. Sie zwingt den Gemeinderat dazu, Stellung zu beziehen und Massnahmen zu ergreifen. Das Resultat soll eine Stadt sein, in der friedliche Demonstrationen ohne Angst vor antisemitischen Hassparolen stattfinden können und in der Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit für alle garantiert werden.

