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Fairness bezüglich Gratis-Zoobesuch für Schulkinder

Die EDU-Kantonsräte haben sich im vergangenen Jahr intensiv für eine faire Behandlung aller Schulkinder im Kanton Zürich eingesetzt. Konkret ging es um die Frage des kostenlosen Eintritts in den Zoo Zürich für Schulklassen.

Jann Flütsch, Geschäftsführer EDU Kanton Zürich

Heute profitieren Schüler der öffentlichen Schulen im ganzen Kanton von freiem Eintritt in den Zoo. Schüler von Privatschulen werden dagegen gleich behandelt wie ausserkantonale Schulklassen und müssen dementsprechend Eintritt bezahlen. Diese Ungleichbehandlung erschien uns fragwürdig. Schliesslich tragen die Eltern aller Zürcher Kinder mit ihren Steuern zum Gemeinwesen bei. Zudem ist der Kanton Zürich mit knapp zehn Prozent an der Zoo Zürich AG beteiligt und unterstützt den Zoo mit öffentlichen Geldern.

Aus diesem Grund haben wir die Zürcher Regierung im Jahr 2025 mit zwei parlamentarischen Vorstössen und im Jahr 2026 zusätzlich mit einer informellen Petition auf das Thema aufmerksam gemacht. Die Antworten fielen jedoch stets ablehnend aus. Die Regierung verwies darauf, dass der Zoo als eigenständige Aktiengesellschaft seine Eintrittsregelungen selber festlege. Im Mai 2026 konnten wir die Angelegenheit in einem längeren Online-Gespräch mit dem Verwaltungsratspräsidenten der Zoo Zürich AG, Martin Naville, direkt besprechen. Dabei zeigte sich, dass eine generelle Ausweitung des Gratisangebots auf sämtliche Privatschulen aus organisatorischen Gründen als schwierig beurteilt wird. Positiv ist jedoch, dass der Zoo Bereitschaft signalisiert hat, für finanzschwächere Privatschulen individuelle Lösungen zu prüfen. Das ist insbesondere für christliche Privatschulen von Bedeutung, deren finanzielle Möglichkeiten oft begrenzt sind. Solche Schulen sind eingeladen, direkt mit dem Zoo Kontakt aufzunehmen. Die EDU Kanton Zürich unterstützt dabei gerne vermittelnd.

Auch weiterhin setzen wir uns für faire und sachgerechte Lösungen ein. Denn Bildungsangebote im Bereich Natur- und Artenschutz sollten möglichst allen Zürcher Kindern offenstehen – unabhängig davon, welche Schule sie besuchen.

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