Fragwürdiger Sexualkundeunterricht nach Lehrplan 21
Die Sexualpädagogik ist im Lehrplan 21 unter dem Thema «Gesundheitsförderung/Prävention und Kompetenzen» verankert. Ohne den Einbezug von Eltern, Lehrpersonen und Politikern hat die Sektion Aids des Bundesamts für Gesundheit der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) den Auftrag gegeben, das «Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule» aufzubauen, und subventionierte dieses mit 670’000 Franken.
Sabina Geissbühler-Strupler, aus der Neuerscheinung des Buches «Experiment Schule: Wie die Politik und die Pädagogik unsere Kinder prägen»
Hier wurde in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen, wie der Schwulenorganisation Pink Cross, dem lesbischen Pendant LOS und der Aids Hilfe Schweiz, das «Grundlagenpapier Sexualpädagogik und Schule» ausgearbeitet. Die Erziehungsdirektorenkonferenz hat entschieden, die Sexualerziehung im Lehrplan 21 für die 4- bis 15-jährigen Kinder obligatorisch zu integrieren. Was klammheimlich in einigen Kantonen eingeführt wurde, ist bei genauerem Hinsehen ein Skandal.
Sexualkunde muss dem Alter und der Entwicklung der Kinder angepasst werden
Diesem Grundsatz wird aber mit den Schulbesuchen der Schwulen- und Lesbenorganisationen und mit der Behandlung des ABQ-Projekts «Sexuelle Vielfalt macht Schule» mit den Themen «Sexuelle Orientierung» und «Geschlechtsidentität» (feel-ok.ch) widersprochen.
Für den Zyklus 1 (4- bis 8-jährige Kinder) stehen Medienkisten und Materialboxen für die Sexualpädagogik zur Ausleihe zur Verfügung. Sie widmen sich den Themen Körperwissen, Gefühle und Grenzen. Sie enthalten Bilderbücher («Körper sind toll», «Vom Kopf bis zu den Zehen»), Puzzles, Bildkarten zu Gefühlen und Anziehspiele, um den Unterschied zwischen Mädchen und Knaben zu erkennen.
Das Projekt «Mein Körper gehört mir» von Kinderschutz Schweiz wiederum soll die Kinder zum Benennen von guten und schlechten Geheimnissen und zu ihren eigenen Emotionen herausfordern, denn alle Gefühle seien richtig und wichtig. Sie sollen lernen, «Nein» zu sagen. Je nach Entwicklungsstand der jungen Kinder werden sie mit diesen Themen und der Selbstbeobachtung überfordert und verängstigt. Es gibt zum Beispiel Arbeitsblätter für die Kleinsten, auf welchen sie eintragen müssen, was sie machen würden, wenn sie in einem Einkaufszentrum von jemandem berührt würden.
In den Boxen für die älteren Kinder sind Filme zur Aufklärung, Holzpenisse sowie eine künstliche Plüsch-Vagina. Über mitgebrachte Bananen sollen Kondome gestreift werden, auch wenn nach Berichten von 11-/12-jährigen Kindern diese wenig Interesse an diesen für sie entweder lächerlichen oder aber abschreckenden Praktiken zeigen. Neben dem Anschauungsmaterial für die Kinder des Zyklus 2 und 3 können von den Schulen auch Medien- und Materialkiste in «Verhütungskoffern» ausgeliehen werden. Der Koffer enthält alle gängigen Verhütungsmittel wie: Kondome, Femidome (Kondome für die Vagina), hormonelle Verhütung, Pille, Verhütungsring, Verhütungspflaster, Spirale (Intrauterinpessar) … , sowie Infokarten zu verschiedenen Verhütungsmethoden und Arbeits- und Rechercheaufträge zur Vertiefung.
Wenn man bedenkt, dass diese Informationen an 10- bis 15-jährige Kinder herangetragen werden, kann man verstehen, dass viele damit überfordert sind. Entweder werden sie damit zum Ausprobieren animiert, oder sie empfinden Unbehagen, sogar Abscheu. Dass heute so viele Kindern und Jugendliche psychische Probleme haben, ist ein Alarmzeichen. Dazu trägt der Lehrplan 21 auch mit seinen nicht kindgerechten, fragwürdigen Themen in der Sexualpädagogik bei. Deshalb gibt es dringenden Handlungsbedarf.
Abschnitt für Alle
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