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Nato-Befürworter und Internationalisten am Werk

Es ist beklemmend, wie umfassend die Neuausrichtung der Schweiz bereits stattgefunden hat mit den entsprechenden Personen und ihren Vernetzungen. Das Volk hat dazu nichts zu sagen.

Lisa Leisi, Präsidentin EDU Kanton St. Gallen

Rafael Lutz zeigt in seinem Buch «Das NATO-Netzwerk in der Schweiz» auf, wie Armee, Bundesverwaltung, Hochschulen, Denkfabriken und Medien Frieden, Sicherheit und Souveränität der Schweiz und seiner Bürger gefährden. Dies, weil sie nicht mehr an unser kleines Land glauben und gerne bei den «Grossen mitspielen wollen».

Störende Persönlichkeiten

Seit dem Angriff auf die Ukraine werden «Abweichler», die der Schweiz jahrzehntelang treu gedient haben, von der Schweizer Nato-Lobby gnadenlos bekämpft. Es wird eindrücklich beschrieben, wie aus dem Nichts verdiente und prominente Diplomaten wie Jean-Daniel Ruch, der ehemalige Oberstleutnant Ralph Bosshard und ein weiterer Militärdiplomat in einem hängigen Verfahren von ihren Posten weggemobbt wurden. Im letzten Fall auf eine bisher unbewiesene Verleumdung eines Ukrainers hin. Diese Persönlichkeiten befürworten alle die früher gelebte Neutralität und Unabhängigkeit der Schweiz. Sie denken nicht in Freund-Feind-Schemata und bauten jeweils Brücken zur Verständigung mit allen Parteien.

Gewollte Ausrichtungen

In einem weiteren Teil wird ausführlich dargelegt, wie gewisse Personen steile Karrieren machen und mit der «richtigen» Ausrichtung Einfluss nehmen hin zur Nato-Anbindung. Etwa Benno Zogg, von dem die Medien und die Schweizer Regierung begeistert sind. Dieser Internationalist durfte am 10. März 2022 vor Schweizer Parlamentariern die geopolitische Ausgangslage analysieren. Im gleichen Jahr hat er am Center for Security Studies (CSS) der ETH am CSS-Papier «Sicherheits- und verteidigungspolitische Kooperation der Schweiz in Europa» mitgearbeitet, welches das VBS in Auftrag gab und Möglichkeiten für «eine Weiterentwicklung der Partnerschaft mit der Nato» aufzeigen soll. Ein weiteres Beispiel ist die Deutsche Anna-Lina Müller, die als Geschäftsführerin für den linksliberalen Think Tank Foraus arbeitete und in verschiedenen von ihr begeisterten Medien die Neutralität auslegen durfte. Sie wurde ins Expertengremium des EDA berufen, welches neue Wege der Neutralitätspolitik ausarbeiten sollte. Sie wirkt heute im Aussendepartement in der Abteilung Europa.

Nach Aussagen von alt Bundesrat Ueli Maurer im Buch gehört eine autonome Landesverteidigung der Vergangenheit an und die Armeespitzen sind geistig der Nato bereits beigetreten.

Medien und Netzwerke

Was unter anderem auch für Georg Häsler (und seinen Chef Eric Gujer) zutrifft. Dieser Journalist der NZZ und Ausbildungsoffizier vereint seine beiden Rollen mit Hilfe seiner Frau als Netzwerkerin perfekt, wenn es nicht so bedenklich wäre.
Dieses Buch ist eine Offenbarung, die überdeutlich zeigt, dass die Schweizer Souveränität zugunsten einer Nato- und EU-Anbindung aufgegeben werden soll. Der Weg dorthin ist schon weit fortgeschritten. Diese Machenschaften müssen offengelegt und alles unternommen werden, damit die Schweiz nicht zum Spielball von Grossmächten wird.

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