Schweizer Friedensinitiative für Bergkarabach
Trotz breiter Unterstützung in Armenien fordern die Regierungen in Jerewan und Baku, die Schweizer Friedensinitiative für Bergkarabach zu ignorieren. Die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) fordert den Bundesrat auf, diesem Druck aus dem Ausland standzuhalten und sein Vermittlungsmandat konsequent wahrzunehmen.
Redaktion «Standpunkt» / Stiftung CSI-Schweiz
Das Parlament hat den Bundesrat bekanntlich beauftragt, ein internationales Friedensforum zum Bergkarabach-Konflikt zu organisieren. Ziel ist ein offener Dialog: Unter internationaler Schirmherrschaft sollen Aserbaidschan und Vertreter der Bergkarabach-Armenier über eine sichere, kollektive Rückkehr der vertriebenen armenischen Bevölkerung verhandeln. Nun hat sich jedoch Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan der Haltung Aserbaidschans angeschlossen: Er teilte dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit, ein solches Friedensforum sei «nicht erwünscht».
«Es ist zutiefst beunruhigend, dass die armenische Regierungspartei kurz vor den Wahlen den Bundesrat auffordert, die vertriebenen Opfer einer ethnischen Säuberung zu ignorieren. Fast keine andere Partei in Armenien teilt diese Haltung», erklärt Dr. Joel Veldkamp, Leiter Public Advocacy bei CSI.
Die Schweizer Friedensinitiative wird von der Führung der im Exil lebenden Karabach-Armenier nämlich stark unterstützt. Ende April 2026 besuchten Delegierte aus Bergkarabach das Schweizer Parlament, um den Dialog mit National- und Ständeräten zu vertiefen. Mit dabei war auch EDU-Nationalrat Erich Vontobel, der sich seit Jahren mit Herzblut für die vertriebenen Armenier aus Bergkarabach einsetzt.
Weitere Informationen zur Schweizer Friedensinitiative: www.swisspeacekarabakh.com

